Ich wollte schon häufiger eine Katze.
Bisher hatte ich immer „nur“ einen Hund. Seit gut einer Woche
lebt in unserem Haushalt beides.
Der Zufall wollte es, dass ausgerechnet
in meinem Hundeschul-Forum Katzen angeboten wurden. Ein
Viertelstreuner-Fehltritt, genauer Geburtstag unbekannt. Da hab ich
einfach spontan letzte Woche ein Katzenmädchen geholt.
Und Tom? Unser hyperaktiver im Moment
vollpubertierender Aussie-Hundesohn?
Dass fast nichts, außer dem Label
„Hund“ an Benni erinnert, war wie erwähnt Absicht. Aber Tom hat
mich bei seinem Heranwachsen nahe an den Abgrund meiner Geduld
getrieben.
Zugegeben, in der Hundeschule wurde mir
auch gesagt, ich verlange zu viel von, ihm. Natürlich könne ein
Vierjähriger Klavierspielen lernen, aber nötig wäre das nicht. Ich
habe die den Aussies nachgesagte Intelligenz einfach überbewertet.
Nachdem das einmal geklärt war, wurde es besser. Tom begreift
faszinierend schnell, was man von ihm möchte und inzwischen bin ich
stolz auf das, was wir beide bisher erreicht haben.
Besonders schwierig war es, wenn Tom
aufdrehte. Wir haben lange versucht, ihn dann zum Beispiel müde zu
spielen und haben genau das Gegenteil bewirkt. Seitdem wir das wissen
und ihn zu absoluter Ruhe verdonnern, ist es viel besser geworden. Dann ist Tom ein totaler Balljunkie.
Leider findet er immer einen Dummen, der ihm was wirft (es muss auch
kein Ball sein, ein Stock, Spielzeug oder Schneebälle tun es auch!),
so dass nur intensive Erziehung hilft. Da sind wir noch dran. Das von der Hundeschule verordnete
„Zwangsbekuscheln“ zur Verbesserung des Mensch-Hund-Systems ist
dagegen inzwischen nicht nur akzeptiert, sondern gewünscht. Es sei
denn, es ist eine Bürste im Spiel.... Tom hat Panik vor Schüssen, was Benni
ja eher aufputschte (WO ist der Hase? ICH hol ihn! WO, WO??). Von ein
paar jugendlichen Aussetzern abgesehen jagt Tom nicht.